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Bilderbuch für Kinder "Mia findet Antworten" der Justizvollzugsanstalt Uelzen jetzt publiziert

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"Mia findet Antworten" ist der Titel eines Bilderbuches für Kinder der Justizvollzugsanstalt Uelzen, um Kindern den Alltag in den niedersächsischen Justizvollzugsanstalten näher zu bringen und die Angst vor dem Gefängnist zu nehmen, deren Väter dort einsitzen. Das Projekt "Mia", bei dem ich komplett mit meinen Fotos verantwortlich zeichne, startete bereits im August 2019 mit Fotoserien im Komplex der Justizvollzugsanstalt Uelzen. Zeitlich verzögerte sich die Fertigstellung des Buches durch die im März 2020 erlassenen Corona-Beschränkungen. Gesponsort wird das Bilderbuch vom Förderverein der JVA Uelzen, dem Verein "Silberstreif e.V." Die Fotos für den Bildband sind wiederum ein Sponsoring meinerseits als dem zuständigen Fotografen. "Mia" war bereits das zweite Projekt, welches ich in Zusammenarbeit mit der Justizvollzugsanstalt Uelzen realisieren konnte und durfte. Ich wünsche Mia für die Zukunft viel Erfolg!  

THE BLACK EDITION seit dem 17.10.2020 als Dauerausstellung im Historischen Torhaus Markkleeberg/Sachsen

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Seit dem 17.10.2020 lädt der Verein Historisches Torhaus Markkleeberg e.V. zur ersten Ausstellung der "THE BLACK EDITION - L'EDITION NOIRE" im Rahmen des an diesem Wochenende dort stattfindenden Biwaks und der Gedenkfeierlichkeiten zum 2017 Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig ein. Zu sehen sind in der als Dauerausstellung angelegten Ergänzung des dortigen Museums Portraits von historischen Darstellern aus der Napoleonic, die in den Biwaks, bei den Gefechten oder Gedenkveranstaltungen verteilt über Europa entstanden sind. Der Großteil der Portraits entstand nicht aus einem Shooting heraus, sondern aus "Schüssen" aus zweiter Reihe, die die abgebildeten Darsteller in diesem speziellen Moment nicht wahrgenommen haben. Die in der Ausstellung verewigten Darsteller sind alljährlich in der Leipziger Region, Waterloo, Ligny, der Göhrde oder in Großgörschen präsent. Noch vor Eröffnung der Ausstellung mit 30 Portraits, erfuhr diese bereits eine Erweiterung auf über 40

Ein etwas anderes Fotoshooting an der Dömitzer Eisenbahnbrücke

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Anfang Oktober 2020 traf ich mich Freunden aus der Reenctment-Szene "Deutsches Kaiserreich, um mit den Darstellern etwas andere Fotos zu schießen: des Kaisers Soldaten an des Kaisers Brücke. Das Shooting fand kurzfristig statt und ich entschied es an der alten Dömitzer Eisenbahnbrücke stattfinden zu lassen.  Eine perfekte Location in der Hinsicht, dass die Brücke in den Jahren 1870 bis 1873, der Zeit des jungen Deutschen Kaiserreiches errichtet wurde, und die Darsteller genau diesen Zeitraum des  bespielen. Gerade in dieser Zeit oder in diesem Jahr, in dem nahezu alle Reenactment-Veranstaltungen im In- und Ausland abgesagt wurden ist solch ein Shooting eine mehr als abwechslungsreiche Angelegenheit und Besonderheit. Die Dömitzer Eisenbahnbrücke bestand am westlichen Elbufer aus 16 Vorlandbrücken mit Stützweiten von je 33,9 m. Das Flussbett wurde mit vier Brückenfeldern bei Stützweiten von je 67,8 m und einer Drehbrücke mit 2×18,2 m überspannt. Das östliche Vorland überbrückten wei

Bildband "Der Erste Weltkrieg in Farbe"

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Niemand wollte ihn und doch zog er sich in rasender Geschwindigkeit wie ein Flächenbrand über die Kontinente: der Erste Weltkrieg. Wie schrieb der fanzösische Schriftsteller Romain Rolland am 31. Juli 1914 in sein Tagebuch: "Die Luft ist lieblich, der Duft der Glyzinien schwebt in der Nacht; und die Sterne funkeln in so reinem Glanz! In diesem göttlichen Frieden und in dieser zarten Schönheit beginnen die Völker Europas das große Morden".  Bis Weihnachten sollten die deutschen Soldaten nach militärischer Planung wieder heimgekehrt sein. Vier Jahre später beklagten 40 Nationen 17 Millionen Tote: Dass es von der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" neben Schwarzweiß-Aufnahmen und kolorierten Bildern auch echte Farbfotografien gibt, ist bis heute kaum bekannt. Möglich machte dies seit 1907 das Autochrom-Verfahren der Brüder Lumiere: Erstmals genügte eine einzige Belichtung, um farbige Durchsichtbilder zu produzieren. Winzige farbige Stärkepartikel verliehen den Autochr

Was Fotografien über den deutsch-französischen Krieg 1870/71 erzählen

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Als Frankreich und Deutschland 1870 Krieg führten, waren die Möglichkeiten der Bildtechnik noch beschränkt. Trotzdem entstanden damals Aufnahmen, die tief ins Befinden der beiden Kriegsparteien blicken lassen. Nichts hatte darauf hingedeutet, dass André Adolphe-Eugène Disdéri unser Bild von der Welt verändern würde. Als Handelsreisender war der Franzose genauso erfolglos wie als Wäschefabrikant, und noch schlechter erging es ihm als Strickwarenhändler  - mit einem entsprechenden Geschäft musste er um 1846 Konkurs anmelden. Der Glücklose verließ Paris und versuchte sich auf einem neuen Feld: In Brest und Nizza begann sich Disdéri mit der Fotografie zu beschäftigen. Erst wenige Jahre zuvor, im August 1839, hatte sein Landsmann Louis Daguerre das erste kommerziell nutzbare fotografische Verfahren in die Öffentlichkeit gebracht. Seither waren an vielen Orten Fotografen aktiv geworden, aber die neue Technik war kompliziert und folglich auch teuer. Während Gelehrte, Künstler u

Der Oberländische Kanal in Ostpreußen

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Nachdem bereits im 14. Jahrhundert die Einwohner der Stadt Saalfeld einen Kanal zwischen dem Ewing- und dem Geserichsee angelegt hatten, stellten sich rund 500 Jahre später bei dem Versuch,  Deutsch Eylau und Elbing miteinander zu verbinden, nicht nur das Land, sondern auch das Wasser in die Quere. Liegen doch die Oberländischen Seen nicht nur viel höher als der einst vom Frischen Haff abgetrennte Drausensee, sondern ihr Spiegel war auch noch von See zu See verschieden. Während dieses Problem durch Absenkung des Wassers gelöst werden konnte, war der Verbund mit dem Drausensee weder auf diese Art noch mittels Schleusen möglich. Auf nicht einmal acht Kilometern Länge hätte man 104 Meter Höhenunterschied überwinden müssen. So kam Baurat Georg Steenke auf die Idee, in den Kanal vier (später fünf) "Rollberge"einzusetzen, das heißt, zwei dachförmig aufeinander zulaufende schräge Ebenen von ungleicher Länge, auf denen die Schiffe hinaufgezogen beziehungsweise heruntergelassen w

Die Kapitulation bei Lüneburg am 04.05.1945 auf dem Timeloberg und das britische Hauptquartier in der Villa Möllering

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Hauptquartier der britischen Truppen: die Villa Möllering bei Häcklingen Nach dem Bau des Hauses am Rande Lüneburgs wurde anschließend im Jahr 1907 im Gebäude eine Mädchenschule eingerichtet, in der junge Frauen vom Lande in „Frauenberufen“ unterrichtet wurden. Von 1917 bis 1923 war der Haus- und landwirtschaftlicher Lehrbetrieb offenbar dem Reifensteiner Verband zugeordnet. Seit 1935 gehörte das Haus dem Direktor der Kronen-Brauerei, Möllering, der ihm den neuen Namen gab. Gedenkstein für die Kapitulation auf dem Timeloberg Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Lüneburg am 18. April 1945 von britischen Truppen unter Bernard Montgomery eingenommen. Montgomery nutzte zunächst in Oedeme das Anwesen des Bauern Knacke als Hauptquartier. Am 30. April 1945 verlegte er das Hauptquartier in die Villa Möllering, dass außerdem vom Befehlshaber der 2. britischen Armee Demsey bezogen wurde. Seit dem 1. Mai hielt sich Montgomery mit seinem engsten Stab in seinem „tactical Headquarters“ auf

Justus Wilhelm Lyra - Pastor in Bevensen und Schöpfer der Melodie zu "Der Mai ist gekommen"

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Die Vertonung des Gedichtes von Emanuel Geibel "Der Mai ist gekommen" ist wohl sein bekanntestes Werk: Justus Wilhelm Lyra, geboren am 23. März 1822 in Osnabrück war von 1869 bis 1878 Pasor in Bevensen. In dieser Zeit komponierte er mehr als vierzig Lieder und Motetten. Nach kurzer Amtstätigkeit in Lingen war er Lazarettgeistlicher in Langensalza und 1867 Pastor in Wittingen, bevor er 1869 nach Bevensen wechselte. Hier hatte Lyra scheine längste Schaffensperiode, bevor er 1877 in Gehrden bei Hannover seine letzte Pfarrstelle antrat und dort 1882 starb. 1996 wurde im Kurpark Bad Bevensen in unmittelbarer Nähe der Konzertmuschel eine Büste durch die Stadt Bad Bevensen mit massgeblicher finanzieller Unterstützung der Stiftung der  Niedersächsischen Volksbanken und Raiffeisenbanken errichtet.

Aufruf des Stadtarchivs Bad Bevensen: Fotodokumentation der Corona-Pandemie in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf

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Längst zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Das Gesicht der Supermärkte ändert sich zunehmend, in Apotheken stehen freundliche Mitarbeiter/-innen deren Lächeln man unter dem Mundschutz nur erahnen kann und an Spielplätzen begründen Hinweisschilder das Nutzungsverbot. Wir möchten diese Phase möglichst umfangreich für die Nachwelt dokumentieren und bitten daher um Ihre Mithilfe. Wenn Ihnen mögliche Motive begegnen fotografieren Sie diese bitte und schicken Sie uns dann eine Email mit den Aufnahmen. Das sollten nicht nur leere Regale nach unnötigen „Hamsterkäufen“ sein, sondern Hinweisschilder, geschlossene Geschäfte, Mitarbeiter in Schutzkleidung, hilfsbereite Menschen etc. – einfach alles was thematisch Auskunft gibt. Bitte schicken Sie uns nur Bilder die Sie selbst angefertigt haben, um spätere Probleme mit den Bildrechten zu vermeiden. Wenn Menschen nicht nur im Gesamtgeschehen fotografiert werden, sondern im Fokus des Bild

Ein Besuch im Internierungslager Frøslev/Dänemark

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Während des 2. Weltkrieges war Dänemark von deutschen Truppen besetzt. Formell herrschte aber kein Krieg zwischen Dänemark und dem Deutschen Reich und Dänemark wurde als ein unabhängiges und selbständiges Land angesehen. Deshalb gelang es den dänischen Behörden 1944 das Fröslevlager zu "etablieren". Das Lager wurde eingerichtet,  um weitere Deportationen von dänischen Staatsbürgern in die deutschen Konzentrationslager zu vermeiden. Die ersten 750 Gefangenen kamen am 13. August 1944 im Lager an. Von der Errichtung des Lagers bis zum Kriegsende Anfang Mai 1945 waren hier 12.000 Dänen inhaftiert. Es erfüllte leider nicht ganz seinen Zweck, denn entgegen den Vereinbarungen deportierten die Deutschen etwa 1.600 Gefangene aus dem Fröslevlager in die Konzentrationslager in Deutschland. Rund 230 der deportierten Gefangenen starben in den deutschen Konzentrationslagern. Kurz nach der Befreiung des Lagers am 5. Mai 1945 wurde der Name des Lagers in "Faarhuslager" abgeänd